LESELUST – von Anfang an, ein Leben lang

Prominente LeseBotschafterinnen und LeseBotschafter unterstützten seit 2012 die Leseoffensive Steiermark und setzten damit - beispielsweise im Rahmen der Lesereise - ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Wichtigkeit des Lesens.

 

 

Dr. Heinz FISCHER / Bundespräsident

Ich freue mich sehr über die „Leseoffensive Steiermark“, nicht nur, weil ich selbst in meiner Kindheit und Jugendzeit viele Bücher geradezu „verschlungen“ habe, sondern weil die Förderung der Leselust eine wichtige und wertvolle Initiative ist.

Meine Freude am Lesen hat auch später nicht nachgelassen, denn ich finde, Lesen ist eine großartige Sache. Immer findet sich etwas Wertvolles, Interessantes, Nachdenkliches, Spannendes oder Humorvolles. Lesen gibt Orientierung, beflügelt Neugier und Phantasie, entspannt, erweitert den eigenen Horizont, fördert die Konzentrationsfähigkeit und das Gefühl für das Wort und die Sprache.

Ich rede auch gerne mit anderen Menschen über den Inhalt eines Textes. Schon zu Hause bei meinen Eltern wurde oft und gerne über Bücher diskutiert. Auch in meiner eigenen Familie hat das Lesen einen ganz besonders hohen Stellenwert.

Nochmals Gratulation zur „Leseoffensive Steiermark“, verbunden mit herzlichen Grüßen an die wachsende Lesegemeinschaft!

 

Dr.in Claudia SCHMIED / Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur

Wer das Lesen liebt, begeht mit jedem Buch ein kleines Fest. Bücher sind Genuss und bringen Wissen, Freude, Trauer, Gefühle und Bildung. Sie sind ganz einfach gesagt, eine großartige kulturelle Errungenschaft!

Wichtig ist es, Kinder und Jugendliche so früh als möglich basierend auf ihren individuellen Interessen für das Lesen zu begeistern. Wer gut lesen kann, kann später auch gut schreiben und Rechenaufgaben gut verstehen: Lesen gehört zur Basisbildung und macht vor allem Spaß!

 

 

Mag. Franz VOVES / Landeshauptmann der Steiermark

Das Wort als Werkzeug, Sprache als Ausdruck von Gefühlen und Gedanken, Lesen als Abenteuer im Kopf – Geschriebenes und Gedrucktes bestimmen unser alltägliches Leben als Informationsträger sowie als Quelle der Kreativität.

Vor allem Bücher üben dabei eine fesselnde Faszination auf uns aus, verzaubern und entführen in andere Welten. Mit jedem Text, den wir lesen, erweitern wir unseren Horizont und unser Wissen. Daher unterstütze ich die „Leseoffensive Steiermark“ und wünsche allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viel Freude und unterhaltsame Stunden beim Lesen.

 

Mag. Leo ABERER / Musiker

Leselust – ein Wort, das ins Auge sticht, denn „Lust" wird unweigerlich mit der Leidenschaft zu einer Sache in Verbindung gesetzt.

Leidenschaft ist in meinem Beruf als Musiker unerlässlich, jedoch packt mich persönlich immer gerade dann die Leselust, wenn ich Abstand von der lärmenden Welt suche. Mit Hilfe bestimmter Bücher kann ich meine innere Ruhe wieder finden und dadurch auch meine Kreativität. Ich bekomme Lust, meine neu gewonnenen Ideen in Musik zu verwandeln und arbeite leidenschaftlich weiter. Ich bereue es sehr, dass ich nicht schon als Kind das Lesen entdeckt habe, weil so manches Geheimnis in einem Buch schlummert.

 

 

Karin AMMERER / Autorin

Lesen ist wichtig, weil es einfach eine Kernkompetenz ist. Ich muss in fast allen Bereichen des Lebens lesen können. Allein schon, um mich zu informieren. Ein kritischer, überlegter Mensch kann ich nur werden, wenn ich auch lesen kann. Und lesen sollte man einfach auch, weil es unheimlich Spaß macht. Nirgendwo kann man Abenteuer so erleben wie in einem Buch. Und „nebenbei" fördert das Lesen auch die Phantasie, die Ausdrucksfähigkeit und natürlich die Rechtschreibkenntnisse.

Lesen ist für mich Entspannung, Abenteuer, das Eintauchen in neue Welten und vor allem in das Reich der Phantasie. Ich kann mich hineindenken und manchmal sogar hineinträumen in eine Geschichte, die durch das Lesen für mich erlebbar wird. Ich möchte vor allem meine Begeisterung für das Lesen weitergeben. Für mich ist besonders das spannende Vorlesen sehr wichtig und ich merke immer wieder, wie die Kinder an meinen Lippen hängen.

Ich lese mit meinem ganzen Herzen, mit all meinen Gefühlen und meiner ganzen Energie. Und nach den Lesungen greifen viele Kinder gerne zu den Büchern, weil sie neugierig sind und direkt in das Abenteuer einsteigen möchten.

 

Das Projekt halte ich für großartig! Die Lesebotschafter machen sich für das Lesen stark und da diese Personen Vorbilder in Sachen Sport, Kunst etc. sind, werden die Kinder die Fürsprache für das Lesen bestimmt sehr positiv aufnehmen. Das Bildungsressort hat mit diesem Projekt eine hervorragende Möglichkeit gefunden, Werbung für das Lesen zu machen und die Bedeutung des Lesens nochmals zu unterstreichen. Deshalb ist es mir eine Ehre, bei einem so wichtigen Projekt mitmachen und ein kleiner Teil davon sein zu dürfen.

 

Christoph BIRÓ / Chefredakteur Steirerkrone

Lesen ist Abenteuer! Lesen ist Lernen! Lesen ist das Forschen!

 

Meine Liebe zu Büchern, Zeitungen, Magazinen, Biografien – sie begleitet mich Zeit meines Lebens. Waren es erst Geschichten, die mir meine Mutter vorlas und mir damit die Welt des Abenteuers zwischen zwei Buchdeckeln schmackhaft machte, so bin ich bald selbst, geprägt durch eine große, lesefreudige Familie, auf die Welt der Buchstaben aufmerksam geworden.

 

Heute, als Chefredakteur der größten Zeitung unseres Landes, muss ich immer wieder beobachten, wie moderne Medien dem Buch den Rang ablaufen. Was mich schmerzt. Können Fernsehen, Videospiele und facebook halten, was ein Buch verspricht? Ich sage: NEIN.

PISA ist meiner Meinung nach nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass wir uns nicht mehr die Zeit nehmen, Kindern und Jugendlichen das zu gönnen, was mir meine Eltern einprägten: Lese und lerne, lese und entspanne, lese und sei fasziniert – von dem, was unsere Sprache in sich birgt. Deshalb freue ich mich, als Lesebotschafter Jung und Alt mit meiner Begeisterung anzustecken.

 

Christine BRUNNSTEINER / Obfrau WIR FÜR UNS

„Leselust" begleitet mich seit frühester Kindheit, und niemand musste mich dazu anhalten, zu lesen. Im Gegenteil, unter Schulheften und Büchern habe ich meine Bücher versteckt, im Bett unter der Decke noch mit der Taschenlampe gelesen. Rechtschreiben war kein Thema, denn wer viel liest, kriegt spielerisch mit, wie etwas geschrieben wird. Deshalb bin ich so dafür, bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken, und dazu gehört einmal, dass ihnen vorgelesen wird. Lustig, theatralisch sogar, bloß nicht langweilig, denn dann hat man den Einstieg vermasselt. Und wenn Kinder lesen möchten, darf man niemals sagen: „das ist nichts für dich, das darfst du erst später lesen", denn später ist es nicht mehr interessant. Kinder sehen im Fernsehen jeden Tag Dinge, für die sie eigentlich noch zu klein sind, warum sollte eine 10-Jährige nicht einen Krimi lesen dürfen, oder warum sollten Volksschüler nicht Shakespeare lesen und ihrem Alter entsprechend Romeo und Julia spielen?  So lernt man lesen, interpretieren, und alles spielend....

Ich freue mich sehr über die Initiative und auf kleine "Lesefreudenfeste" in den steirischen Regionen.

 

Jakob M. ERWA / Regisseur & Drehbuchautor

„Lesen ist Kino im Kopf“ – das ist zwar keine neue Weisheit, aber da ist viel Wahres dran. Als ich klein war, wurde mir jeden Abend vorgelesen. Heute wird mir zwar nicht mehr vorgelesen, aber die Lust auf Geschichten ist geblieben. Heute gebe ich den Geschichten die Bilder, die mir beim Lesen kommen.

Filme und Lesen haben viele Parallelen. Und doch hat das Lesen Filmen gegenüber einen entscheidenden Vorteil: Jede und jeder kann eigene Bilder für das Gelesene finden. Jede und jeder sieht den eigenen, ganz individuellen Film.

Lesen ist Kino im Kopf.

 

 

Ferdinand FELDHOFER / Sportler

Lesen bedeutet für mich mehr als nur Zeitvertreib. Es bedeutet einerseits Abenteuer erleben, in fremde Welten eintauchen und andererseits Wissen erwerben. Egal ob Science-Fiction oder Trainingslehre – gute Literatur habe ich immer im Rucksack dabei. Als Familienvater gehe ich mit gutem Beispiel voran:  gelesen bzw.  vorgelesen wird zu Hause jeden Tag! Als Lesebotschafter kann ich empfehlen: einfach versuchen und sich begeistern lassen!

 

Mag. Harald GORDON / Autor und Pädagoge

Missing Link - gefunden: Lesen

Fürs Reden, fürs Schreiben, fürs Träumen, fürs Weiterlesen, fürs Verändern, fürs Behalten, fürs Wissen und Vergessen, fürs Sein und fürs Werden, fürs Einschlafen und Weitermachen, fürs Tun und Lassen, fürs Befreien und Binden, Begegnen und Entgegnen, fürs Denken und Schenken, fürs Lieben, fürs Zulassen und Nachgeben und Heilen und Erkennen, Anstrengen, Genießen, Lachen und Weinen, Lernen und Finden, fürs  Leben und Erleben und Zusammenleben - für alle Ziele…

…ist Lesen ein Weg. Kein Zeitvertreib, es hält die Zeit.

 

 

 

Christian GRATZEI / Sportler

In Zeiten wie diesen - wo Stress und Burnout zu Modewörtern avancierten – ist das Lesen eines Buchs für mich die optimale Möglichkeit, um zu entspannen und wieder zu sich selbst zu finden. Außerdem erweitert das Lesen bzw. das Vorlesen den Wortschatz und regt die Phantasie an, was ich tagtäglich auch bei meinen eigenen Kindern erkennen kann.

 

 

 

 

 

Mario HAAS / Sportler

Lesen ermöglicht neue Sichtweisen und gibt Zugang zu neuen Informationen. Lesen ist mein Schlüssel zur Weiterbildung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mag.a Sonja HASEWEND / Journalistin

Wen manchmal das Fernweh plagt, der weiß: Auch ein spannendes Buch kann einen davontragen – und das, ohne dass man ein Zug- oder Flugticket buchen muss. Lesen war für mich schon als Kind eine Möglichkeit, in andere Welten einzutauchen. Das ist bis heute so geblieben. Und das möchte ich auch anderen vermitteln, vor allem den heutigen Kindern und Jugendlichen.

Ob Roman, Sachbuch oder Nachrichtenmagazin, von einem fesselnden Text lasse ich mich gerne fangen. Manchmal mittlerweile übrigens auch via E-Book-Reader in elektronischer Form. So haben die gedanklichen Reisen auch im Gepäck der realen Reisen Platz, wenn das Fernweh wieder da ist.

 

Markus HIRTLER / Kabarettist

Als kleiner Stoppel hab ich mich oft geärgert, wenn ich nicht lesen konnte, was da steht …ich fühlte mich ausgegrenzt, konnte nicht verstehen. Doch heute: Lesen am Klo, lesen im Zug, lesen im Bett, lesen beim Autofahren, lesen beim Schreiben, lesen beim Kochen, beim Wäschewaschen, lesen beim Zahnpasta kaufen….. Oh ja, ich lese gerne, ich finde es richtig geil! Doch Vorsicht, das Gelesene dringt in dich ein, es gestaltet, formt und verändert dich! Drum pass auf, kleines Auge, was du liest! Eine sehr begrüßenswerte Aktion!

 

Dr. Jörg HOFREITER / Honorarkonsul von Bosnien-Herzegowina in Graz

Gerne unterstütze ich die Leseaktion, weil ich das Lesen von guten Büchern ganz wichtig für die ständige fachliche und persönliche Weiterbildung halte.

„Lebenslanges Lernen" ist ein wahrhaftig wahres Sprichwort unserer Zeit.

Während gute Fachbücher für die berufliche Weiterbildung oft so notwendig sind, ist die belletristische Literatur, die schöne Unterhaltungsliteratur,  ein ganz wichtiger Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung. Hier kann der Leser in eine andere Welt eintauchen, die Anregungen auslöst oder ersehnte Wünsche erfüllt.

Mich selbst haben immer schon Entdeckungsreisen interessiert, die mich heute noch anspornen, ständig Neues zu entdecken.

Möge das Buch der Jugend und dem Alter ein stiller Wegbegleiter sein, der Ansporn ist, sich selbst und die weite Welt immer wieder neu zu entdecken.

 

Christiane HÖRBIGER / Schauspielerin

Lesen, ja das gesprochene und das geschriebene Wort haben in einem Leben wie meinem, einen ganz besonders hohen Stellenwert. Ich lebe mit der Sprache, ja von der Sprache. Der gekonnte Umgang mit dem Wort ist mir also sehr wichtig! Das gut interpretierte Gedicht, der Vortrag in hoher Sprach- und Sprechqualität machen die Zuhörer froh, und dieses Frohsein möchte ich gerne möglichst vielen Menschen vermitteln. Und deshalb sollen alle Menschen in der Lage sein, nicht nur zu hören, sondern auch selbst zu lesen.

 

 

 

Christian JAUK / Präsident SK Sturm Graz

Wer kann sich nicht an die Kinderjahre erinnern, wo wir stolz darauf waren, erste Sätze erfolgreich gelesen zu haben. Diese Freude am Lesen möchte ich unterstützen. Lesen bildet die Grundlage für die Bildung jedes einzelnen Menschen. Lesen kann auch viel Spaß machen. So wie Sturm Graz.

 

 

Terry KEMMER / Autorin

Bücher begleiten mich bereits mein ganzes Leben. Schon als Kinder wurden wir von unseren Eltern angehalten zu lesen und es gibt und gab immer viele Bücher in unserem Haushalt. Was mit Karl May begann, setzte sich in den Jahren in verschiedenen Literaturrichtungen fort und heute gehe ich nicht mehr ohne Buch außer Haus. Im Bus zur und von der Arbeit, im Wartezimmer eines Arztes, etc. ich lese immer und verschlinge solcherart – wenn ich nicht gerade selbst an einem Buch arbeite – zumindest 2 Bücher in der Woche! Es ist mir der liebste Zeitvertreib.

Lesen halte ich für enorm wichtig. Lesen bildet. Lesen zeigt dem Leser Einblicke in das Leben anderer. Man sieht dann selbst die Welt anders, offener, lässt einen oft schwierige Lebenssituationen mit einem Lächeln bewältigen.

 

Als Lesebotschafter möchte ich meine Begeisterung für die Materie Buch an andere weitergeben! Durch meine eigenen Bücher habe ich bereits viele Menschen erreicht, die mir sagen: „Na, geben Sie mal her. Ich hab zwar schon seit Jahren nichts mehr gelesen, aber Ihres lese ich jetzt, bin ja neugierig." Toll ist, dass diese Leute auch gleich mein zweites Buch bestellt haben und somit weiterlesen!

 

Werner KOPACKA / Journalist und Autor

Abgesehen davon, dass ich sowohl in meinem Beruf (Journalist) als auch in meinem Hobby (Bücher schreiben) auf Menschen angewiesen bin, die gerne lesen....für mich hat´s schon seit früher Jugend nichts Schöneres gegeben, als sich irgendwo hinzuknotzen und in ein Buch zu vertiefen. Damals waren es hauptsächlich Abenteuerromane und die Berichte großer Abenteurer. Ich hab dann alles um mich herum vergessen und bin im Kopf in eine bunte, spannende und teilweise auch lehrreiche Welt eingetaucht. Damals habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als einmal, wenn ich groß sein würde, in all diese Gegenden zu reisen und all diesen Menschen zu begegnen. Großteils hab ich das dann auch geschafft – und selbst begonnen, das Erlebte an andere Leser weiter zu geben.

Warum Lesen so wichtig ist? Weil man viel versäumt, wenn man es nicht tut. Eine ganze Welt bleibt einem da verschlossen. Weil die im Alltag grau gewordene Phantasie wieder Farbe bekommt und natürlich weil man – ohne Leistungsdruck und erhobene Zeigefinger – ständig dazulernt und sich auf unterhaltsame Art weiterbildet.

Wo immer ich bin und was immer ich zuvor getan habe – vor dem Einschlafen muss ich mich einfach in ein Buch versenken. Das garantiert zumindest, dass ich danach herrlich und bunt von all den gelesenen Abenteuern – und nicht von den Alltagssorgen – (alb)träume.

 

Mag. Dr. Kurt OKTABETZ / Honorarkonsul von Slowenien in Graz

„Nur Menschen, die lesen, denken auch“ heißt – abgewandelt - ein weltweit gültiges Sprichwort.

Kleine Kinder sind begierig, lesen zu können und erzählen am Beginn ihres ersten Volksschuljahres stolz über die gelernten Buchstaben, lernen lesen und lesen eifrig.

Leider verlieren viele mit zunehmendem Alter die Freude daran und nicht selten verkümmert diese Fähigkeit bis hin zu jener erschreckenden Tatsache, dass ein relativ hoher Prozentsatz der Bevölkerung als Analphabeten bezeichnet werden muß, besonders wenn man die strukturelle Lesefähigkeit, also das verstehende Lesen, beobachtet. Immer ist die Leseschwäche mit der Unzulänglichkeit des Schreibens verbunden, Die mit diesem Manko verbundenen Probleme sind gravierend, weil sie das Leben eines Menschen negativ beeinflussen: Die Selbstachtung schwindet, die Scham über diese Schwächen muß ständig verdrängt werden und diese Bildungslücke wirkt sich natürlich vor Allem auf die beruflichen Möglichkeiten und damit auf das Wohlbefinden während des gesamten Lebens aus.

Lesen vermittelt Informationen in allen Lebensbereichen; Natürlich stehen neben den gedruckten vermehrt auch andere Medien zur Verfügung, welche geradezu eine Informationsüberflutung bieten, aber abgesehen von auditiven Medien ist auch bei allen anderen (elektronischen Medien) die Lesefähigkeit und Lesebereitschaft Grundvoraussetzung. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings bei manchen Internetformen (Facebook, Twitter) durch die sich entwickelnde Kurzform die Verkümmerung der Sprache an sich.

Die Informationsgesellschaft, in der wir leben, lässt ein normales, vernünftiges Leben ohne Lesen überhaupt nicht zu.

Den unzähligen Angeboten an Lesenswertem aller Genres steht eine sehr ungenügende Nachfrage gegenüber und es mangelt am Bewusstsein, dass Lesen für die Bildung ein Grundstoff ist wie der Sauerstoff für das Leben.

Meine Beziehung zum Lesen ist so mannigfaltig wie die Literatur: Als Jugendliche haben wir damals Karl May und Mark Twain gelesen, später haben mich neben Krimis vor Allem die russischen Werke von Dostojewski und Tolstoi interessiert; für das Studium war Lesen ohnehin notwendig und meine berufliche Tätigkeit in einem Medienunternehmen, dessen Geschäftsfelder den Druck, den Verlag und den Handel von und mit Büchern, Zeitungen und Zeitschriften umfasst, hat das Lesen überhaupt in den Mittelpunkt gestellt.

Mein Leseinteresse hat sich in der Folge noch verstärkt, als ich - als eines meiner Hobbies – selbst zu schreiben begonnen habe.

Lesen vermittelt Humor, Spannung, Sachinformation, Denkanstoß und Entscheidungsgrundlage.

Mehr-Wert und Bedeutung des Lesens kann man umfangreich und vielfältig argumentieren; Ich möchte mit einem Vergleich kurz zusammenfassen: Wie die – heute so stark propagierte – notwendige Bewegung dem körperlichen Wohlbefinden zugute kommt, bedeutet ist Lesen die notwendige Bewegung des Geistes. Sinnvollerweise sollte man weder Körper noch Geist verkümmern lassen.

Die Leseoffensive halte ich ebenso wie die Bewegungsaktionen für hilfreiche Anregungen, die den – an sich natürlichen - Selbsterhaltungstrieb des Menschen unterstützen sollten.

Grund genug, um sich in den Dienst der Sache zu stellen.

 

Mag. Hubert PATTERER / Chefredakteur Kleine Zeitung

Lesen ist sexy. Lesen ist Abenteuer im Kopf. Wer liest, erobert ein Stück Welt.

 

 

 

 

Mag. Jochen PILDNER-STEINBURG / Präsident IV Steiermark

Seit Jahren setzt sich die steirische Industriellenvereinigung verstärkt für Bildung und Ausbildung junger Menschen ein, nicht ganz uneigennützig, weil wir wissen, dass der Wohlstand in unserem Land zukünftig nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern aufrecht erhalten werden kann. Dazu gehört ganz besonders Lesen und insbesonders „sinnerfassendes Lesen". Daher unterstütze ich diese Aktion persönlich als Unternehmer, als Präsident der Industrie und schließlich als begeisterter Steirer.

 

 

 

 

Dr.in Doris RUDLOF-GARREIS / Radiojournalistin, Medienpädagogin, Redaktion OHRENKLICK! Die BücherreporterInnen

Die lustvolle Beschäftigung mit Literatur hat mein Vorstellungsvermögen ermutigt und meinen Möglichkeitssinn trainiert. Mit Vergnügen erwarte ich deshalb folgende Realität: Die Kinder meiner Enkelkinder kennen weder Leseunterricht noch Lesenoten. Sie verbringen mit ihren literaturbegeisterten LehrerInnen mehrere Stunden täglich in wunderbaren Büchereien, um alles das auszukosten, was Literatur zu bieten hat: Forschen und Fantasieren, Vorlesen, Erfinden und Zuhören, Raten und Vergleichen, Spielen und Austauschen. Dort werden sie Menschen begegnen, die zu den wichtigsten BildungsbegleiterInnen gehören: KinderbuchautorInnen, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die anregen und begeistern und das Leseerlebnis ganz ohne Kontext von Leistung als „Glückstool“ mit auf den Weg geben.

 

August SCHMÖLZER / Schauspieler

Sinnerfassendes Lesen ist nicht nur überlebensnotwendig in Beruf und Gesellschaft, es ist auch das Tor zu ungeheuren Abenteuern, die uns nur das Reich der Literatur ermöglichen kann!

 

 

 

Markus SCHOPP / Fussballtrainer

Lesen ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt in meinem Leben. Allein schon aus beruflichen Gründen ist es für mich notwendig, mich mit entsprechender Fachliteratur ständig weiterzubilden. Ich lese aber auch in meiner Freizeit sehr gerne. Auf meinem Nachttisch befinden sich immer Bücher. Lesen bedeutet für mich Unabhängigkeit, denn durch ständiges Weiterbilden ist es leichter, autonom arbeiten zu können. Statistiken beweisen immer wieder, wie wichtig ein Schulabschluss und eine ordentliche Ausbildung ist, um in der Arbeitswelt bestehen zu können. Das Lesen und die Begeisterung am täglichen Lernen ist für mich der Schlüssel dazu.

Es macht mich aber auch unabhängig von den elektronischen Medien und gibt mir die Möglichkeit für persönlichen Rückzug. Als Trainer arbeite ich eng mit jungen Leuten zusammen, und mit großem Bedauern muss ich feststellen, dass die elektronischen Medien dem Lesen immer mehr den Rang ablaufen. Freie Zeit wird vor allem für das Computerspielen genützt. Speziell aus diesem Grund freue ich mich sehr, das Land Steiermark als Lesebotschafter unterstützen zu können. Lesen macht glücklich, und das ganz ohne Nebenwirkungen.

 

Mag. Gerald SCHWAIGER / Journalist und Germanist

Zugegeben, zu Beginn meines Germanistikstudiums war ich alles andere als eine Leseratte. Eine Leseliste „abzuarbeiten", das klang eher nach Qual denn Vergnügen. Doch schon das erste Pflicht-Buch „Ein fliehendes Pferd" von Martin Walser nahm mich gefangen: Da tauchten plötzlich die buntesten Bilder auf im Kopf, vermeinte ich die Protagonisten sprechen zu hören, fühlte ich mich in eine andere Welt versetzt. Wie viele solcher literarischer Abenteuer müssen mir in den Jahren davor entgangen sein?

Im journalistischen Alltag ist das Studium nationaler und internationaler Zeitungen unumgänglich; nicht immer spannend, aber informativ. Ja, Lesen ist auch ein wichtiger Beitrag zur Allgemeinbildung!

 

Sigrid SONBERG / Autorin

Eine Geschichte ist wie ein See. Tauche mit deinen Gedanken tief ein und dann lass sie schwimmen. Weit hinaus, bis zu den geheimsten Inseln deiner Vorstellungskraft. Lesen sprengt Grenzen.

Es entstehen Bilder und Vorstellungen, die sich weiter bewegen, bunt und belebt werden können, so dass sie mitreißen. Es braucht nur ein wenig  Bereitschaft sich zu vertiefen. Wenn sich das Tor in ein Buch öffnet, erreicht man ein fantastisches, weites Land. Kein anderes erlebtes Bild hat solch einen Zauber wie die eigenen Vorstellungsbilder. Sie werden ausgelöst durch ein Schlüssel-Wort, eine Schlüssel-Textpassage, eine Figur.
Lesen macht lebendig.
Was in meiner Funktion als reisefreudige Vorleserin beim kleinen Lesetheater buchstäblich passiert: Wenn eine Figur gleichermaßen aus dem Buch steigt, und die Zuhörer auf einer anderen Wahrnehmungsebene berührt werden.
Ein Tipp für hartnäckige, junge oder etablierte, ältere Lesemuffel: Man kann sie gemeinsam einladen auf das Buch für zwei, wie die Schnürlmäuse; und sich inspirieren lassen zu ungewöhnlichen neuen Lese- und Lebensabenteuern.
Denn Lesen weitet die Möglichkeiten des Denkens und Seins.

 

Joachim STANDFEST / Sportler

Lesen war für mich immer schon mehr als nur Zeitvertreib. Schon als Kind faszinierten mich Bücher wie die Karl May Bände oder Perry Rhodan. Und diese Leidenschaft ist mir bis heute geblieben. Da ich sehr viel unterwegs bin bleibt mir auch genügend Zeit um meinem Hobby nachzugehen aber auch zu Hause wird gemeinsam mit meinen Kindern gelesen oder vorgelesen. Vor allem für kleine Kinder finde ich Lesen sehr wichtig damit sie ihre eigene Fantasien stärken und ausbauen können und nicht wie zum Beispiel beim Fernsehen alles vorgegeben bekommen.

 

Frank STRONACH / Industrieller

Lesen bereichert unseren Wortschatz, unseren Sprachgebrauch und unsere Konzentrationsfähigkeit. Das sind wichtige Eigenschaften, die uns bilden und ein Leben lang begleiten. Durch Lesen kann man sich Wissen aneignen oder sich in eine phantasievolle Welt voll Abenteuer begeben. Ich lese sehr gerne Geschichten und Gedichte von Peter Rosegger, er beschreibt das Leben in einer besonders schönen und einzigartigen Sprache. Vor dem Schlafengehen blättere ich gerne in seinen Büchern.

 

 

 

Dr. Willibald TECHT / Geschäftsführer bfi Steiermark

Lesen bedeutet für mich Eintauchen in andere Welten, Abschalten vom Alltag.

Nur wer aktiv liest und sich informiert, kann sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist für das Funktionieren modernen Demokratien unumgänglich.

Neue Weltanschauungen, Blickpunkte und gedankliche Zugänge öffnen Wege für  ein selbstbestimmtes Leben.

Lesen ist einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für Bildung und Weiterkommen im Berufsleben. Deshalb unterstütze ich diese Aktion, um Begeisterung zu erwecken und Lese- und Lernlust zu erzeugen.

 

 

Folke TEGETTHOFF / Schriftsteller

Es muss mit allen Anstrengungen ein Bewusstseinsprozess in Gang gesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass die Befähigung und der Umgang mit LESEN bereits im frühkindlichen Alter durch VORLESEN und ERZÄHLEN beginnt.

Der Begriff des „Lesens“ braucht durch die neuen, anderen Bedürfnisse unserer Zeit, hervorgerufen durch die neuen Kommunikationstechnologien einerseits, durch eine in diesem Ausmaß noch nie zuvor gekannte rasante Bewusstseins,- und damit einhergehenden Verhaltensänderungen der Menschen andererseits, eine entsprechende Neudefinition.

LESEN steht vor der Herausforderung, es (auch) getrennt vom BUCH, vom gedruckten Wort sehen zu müssen: Denn mit LESEN werden jene Grundwerte des Lebens zurückerobert, die es braucht, um sinnhaftig unseren Alltag bewältigen zu können: Sich Zeit nehmen, zur Ruhe kommen, innehalten. Denn das sind sie, die Grundbedingungen für ein Lesen, das tief in unser Inneres eindringt und damit das höchste Ziel, das Verstehen erreicht!

LESEN = LEBEN

Und da das, was LEBEN ausmacht, WAHRNEHMUNG bedeutet, ist folglich auch LESEN WAHRNEHMUNG.

 

Isabella TRUMMER / Krimiautorin

Lesen bildet, vertreibt die Zeit, unterhält ... ja, schon. – Aber sonst?

Lesen eröffnet dir ein Universum.
Du bist immer ein Teil des Buches, steckst mit in der Handlung, fühlst dich in Gedanken und Beweggründe der Protagonisten ein. Du bewegst dich in neuen, anderen Gefilden, Überschwängen, Abgründen. Du veränderst dein Denken, dein Bewusstsein, deine Toleranz. Du träumst mit. Du vollziehst mit.
Du wirst  w e i t.
Fernando Pessoa bringt es auf den Punkt: „Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“

 

 

Stefanie WERGER / „Liederatin“

Schon als Kind habe ich mir aus der Stadtbibliothek regelmäßig Bücher geholt und sie teilweise sogar heimlich in der Nacht gelesen. Damals war es hauptsächlich beliebte Jugendliteratur, wie z. B. Märchen, Tiergeschichten, „Gullivers Reisen" und nahezu sämtliche Karl-May -Bücher.

Heute sehe ich meinen damaligen Leseeifer als Grundstein meiner Kreativität. Vor allem aber ist Lesen die Quelle der Fantasie. Lesen erzeugt eigene Bilder im Kopf, die eine Verfilmung des Lesestoffes kaum zu überbieten vermag. Im Gegenteil: Oft genug ist man enttäuscht, wenn man den Film über ein gutes Buch sieht, weil die eigene Fantasie zumeist das bessere Kino darstellt.

Freilich gibt es auch schlechte Bücher, und nichts ärgert mich mehr, wenn ich mich von einem guten Titel verleiten ließ und mich dann von Kapitel zu Kapitel quäle, in der Hoffnung, dass die Geschichte doch noch aufgeht. Ich kann allerdings nicht - wie manche meiner Freunde – mehrere Bücher nebenher lesen, weil ich in eine Geschichte ganz hineinkippen möchte, ohne mich durch eine andere ablenken zu lassen. Ich lese auch nicht allzu schnell, überfliege nichts und gehe manchmal auch ein paar Absätze zurück, um z. B. schöne Formulierungen und Sinnbilder zu festigen.

Mit guten Erzählungen schenken uns die Autoren einen Teil ihrer Fantasie und Intimität, die man zwischen den Zeilen findet.

Was das E-Book betrifft, so bin ich etwas altmodisch, weil es für mich was Schönes ist, ein richtiges Buch in Händen zu halten, richtig umzublättern, das Papier zu riechen und nach dem Lesen wie einen Schatz in meine Bibliothek zu stellen. Als Autorin aber werde ich mich wohl den heutigen Anforderungen stellen müssen.

Ich kann nur an alle Eltern appellieren: Versucht doch, Eure Kinder zumindest manchmal weg vom Fernsehen, von Videogames und virtuellem Schnickschnack zu holen und schenkt ihnen Bücher! Fragt in den guten Buchläden nach, was Kinder in diversen Altersgruppen spannend und aufregend finden! Wenn sie erst einmal von einer guten Geschichte zu schwärmen beginnen, werden sie immer wieder nach einem Buch greifen. Dadurch werden Fantasie und Sensibilität geschult, die wir leider schon viel zu oft an den Erwachsenen vermissen.

LESEN IST DIE BESTE DROGE DER WELT!

 

Marianne E. WRUSS / Kinderbuchautorin

Als  Gründerin von „Lesekünstler®“ und als Mutter sehe ich es als meine Aufgabe, Kindern das Lesen wieder näher zu bringen.
Kinder haben ein Recht auf Förderung und brauchen Erfolgserlebnisse. Schon meine Mutter war eine sehr gute Erzählerin und begeisterte uns Kinder jeden Abend mit klassischen Märchen. Besonders gerne erinnere ich mich auch daran, wie ich damals in meiner Klasse als Kind vorlesen durfte. Ich tat dies mit großer Begeisterung und erwarb mir damit die Anerkennung meiner Mitschüler. Dies war etwas ganz Wichtiges für mich, da ich aus armen Verhältnissen kam und es nicht leicht hatte. Aber das Vorlesen gab mir Selbstbewusstsein.
Aufgrund des Lesedefizits vieler Kinder kam mir der Gedanke, eine Lese-Castingshow für Kinder ins Leben zu rufen. Daraus entstand die Idee eines innovativen Lesewettbewerbes namens „Lesekünstler®“, bei dem alle TeilnehmerInnen „Gewinner“ sind. Es ist für mich eine besondere Ehre, das Projekt „Leseoffensive Steiermark“ als Lesebotschafterin unterstützen zu dürfen.

 

Viktor W. ZIEGLER / Schriftsteller und Verleger

LESELUST – eine bemerkenswerte Aktion!

 

Denn: „Ich lese, also bin ich!“

Die, wie ich glaube, bedeutungsvolle Abwandlung von René Descartes weltberühmter Erkenntnis „Ich denke, also bin ich!“ (cogito ergo sum) birgt ins sich die Bedeutung des Lesens für uns Menschen. Denn jedes zum Lesen gedruckte Wort ist nachweislich die Niederschrift unserer Gedanken, der Gedanken des/der Autors/Autorin. Es mag uns vielleicht nicht bewusst sein, aber wir Menschen denken in Worten und Sätzen… und so enthält auch jeder verfasste Artikel, jedes geschriebene Buch, jeder Brief und jede Postkarte die niedergeschriebenen Gedanken anderer Menschen. Damit wir informiert, unterhalten oder mit neuem Wissen bereichert werden.

LESELUST in Menschen zu erwecken ist eine wahrlich bemerkenswerte Aktion, die nicht hoch genug wertgeschätzt werden kann. Wir lernen gehen, sprechen, essen, wir lernen schwimmen, radfahren… Mit der Gabe des Denkens jedoch werden wir  geboren. Lesen zu können – und damit auch schreiben – ist eine Kunst, die von „Können“ kommt und die leicht erlernt und geübt werden kann. Eine Lebens-Kunst, die uns Freude bereiten kann und Lust empfinden, die uns in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen lässt. Die uns anderen Menschen und Kulturen, anderen Religionen und politischen Systemen näher bringt.

Die uns Mensch unter Menschen sein lässt.

Und das meine ich wenn ich behaupte: „Ich lese, also bin ich!“

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